Für die meisten von uns ist es vermutlich nicht normal, Fitness und Festival in einem Satz zu nennen. Für mich irgendwie schon…

Denn Fitness-Bewegung-Empfindungen-Körpergefühl gehören für mich nicht zum täglichen “must” sondern zum täglichen “will”.

Wie auch immer. Alle fahren im Sommer zum Festival, um vielleicht mal wieder richtig abzutanzen, Alkohol zu trinken und einfach nicht an morgen zu denken. Auch ich sehne mich nach diesem Moment, in meinen Bus zu steigen, den Motor zu starten und alles hinter sich zu lassen. In dem Fall auch meine Familie. Dies fiel mir in diesem Jahr besonders schwer. Die vielen zurückliegenden, schweren und anstrengenden Zeiten mit meinen 3 Jungs haben irgendwie zusammen geschweißt. Na was das? Fragt man sich…Bindung ? Zu den eigenen Kindern? Ja, natürlich! Aber Kinder sind manchmal halt auch anstrengend. Zur kurzen Erklärung soll nur soviel gesagt werden, dass es eigentlich 4 Kinder sind und ich aber für ca. 4 Wochen mit den 3 Jungs allein war, was für mich eine durchaus sehr ungewohnte und zunächst anstrengende, aber dann schöne Zeit war.

Nun zum eigentlichen Thema: “Fitness auf dem Festival” – Logbuch

Erster Tag: Ankommen – Mittwoch – Bier und Zelt Aufbau:)

Zweiter Tag:

Nach dem Gefühl vom letzten Tag in eine andere Welt eingetaucht zu sein, setzt die innere Ruhe ein. Die Musik auf den Bühnen ist noch nicht gestartet. Alles kommt einem so vor wie auf einem großen Zeltplatz ausschließlich mit jungen Leuten. Ganz o.k. also.

Zunächst: Kaffee, oberste Priorität, gute Qualität, French Press (ich liebe es)!

Dann: Buch rausholen, “The Power of When” (…link folgt)

9.00 Uhr, Kaffee ist verdaut, Buch ist interessant, jetzt hab ich Bock mich zu bewegen. Ausgehend von meinem derzeitigen Trainingsplan (…link folgt) steht heute ein “Push-Drücken” Workout an. Nun fragt sich vermutlich der ein oder andere Push-auf einem Festival? Ohne Benchpress/Bankdrücken oder ähnliches?

Ja, genau. Nur mit mir und meinem Körper. Das ist die Philosophie, der ich seit etwa 3 Jahren folge und die mich massiv in meiner körperlichen Wahrnehmung entwickelt und bestärkt hat. Folgender Trainingsaufbau stellte sich in diesem Moment als sinnvoll heraus:

A1 Warm up Push ups

5 Sätze a 15 Wdh. normale, aber langsam und kontrollierte in voller “range of motion” ausgeführte Push ups

A2 HSPU oder Handstand Liegestütze 5 Sätze a maximale Anzahl an Wiederholungen, hier gebe ich mir die Anzahl der Wiederholungen nicht vor, da diese Übung wahnsinnig anstrengend ist und sehr durch die Tagesform beeinflusst wird. Da ich diese Übung (leider) noch nicht im freien Stand beherrsche, habe ich dafür das Auto von meinem Kumpel benutzt.

A3 Hindu Push ups

5 Sätze a 8 Wiederholungen Hindu Push ups, sieht simpel aus ist aber der absolute Wahnsinn!!! langsam ausgeführt, in guter Qualität bringt diese Übung meine Muskeln so richtig zum Brennen.

A4 Push ups auf bars oder Parallettes

5 Sätze a 15 Wiederholungen Push ups auf meinen selbstgemachten Push up Bars (siehe hier). Durch die Bars erhöhe ich die range of motion und kann langsam und kontrolliert das Training zum Abschluss bringen.

Was für mich persönlich wahnsinnig wichtig ist, sind dabei meine Trainingsgrundsätze immer im Kopf zu haben. Einer davon ist beispielsweise:

Konzentriere dich auf jede einzelne Wiederholung. Spüre sie, atme mit ihr und fühle deinen Körper wie er die Übung bewältigt. Deine Kraft umsetzt.

Soweit erst einmal zum ersten Trainingstag auf dem Fusion Festival 2018.

Beste Grüße Constanze

Beitragsbild von Ina Mewes, Fusion Festival 2018

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